- Das Wichtigste auf einen Blick
- Tagesgeld vs. Festgeld: Die wichtigsten Unterschiede
- Definition: Was ist ein Tagesgeldkonto?
- Wie funktioniert ein Tagesgeldkonto?
- Tagesgeldkonto eröffnen: So gehen Sie vor
- Für wen eignet sich ein Tagesgeldkonto?
- Zinsen auf dem Tagesgeldkonto und Steuern
- FAQ – Häufige Fragen zum Tagesgeldkonto
Definition, Zinsen & Vergleich
mit Festgeld
Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Sparkonto ohne feste Laufzeit, auf das Sie täglich zugreifen
können. Es verbindet Flexibilität mit einem attraktiven Zinssatz – und ist damit eine der
beliebtesten Anlageformen für kurzfristiges Sparen und den Aufbau eines Notgroschens.
Kurz erklärt: Ein Tagesgeldkonto ist ein flexibles Sparkonto bei einer Bank oder Direktbank. Das angelegte Geld ist täglich verfügbar, wird mit einem variablen Zinssatz verzinst und durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Tagesgeldkonto hat keine feste Laufzeit – Geld kann jederzeit ein- und ausgezahlt werden.
- Der Zinssatz ist variabel und orientiert sich am aktuellen Leitzins der Europäischen
Zentralbank (EZB). - Festgeld bietet in der Regel höhere Zinsen, das Kapital ist jedoch für eine feste Laufzeit
gebunden. - Zinserträge aus dem Tagesgeldkonto unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % – der
Sparerpauschbetrag (1.000 Euro/Person) kann per Freistellungsauftrag genutzt werden. - Einlagen sind bis 100.000 Euro pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung
geschützt.
Tagesgeld vs. Festgeld: Die wichtigsten Unterschiede
| Merkmal | Tagesgeldkonto | Festgeldkonto |
| Verfügbarkeit | Täglich, jederzeit | Erst nach Ablauf der Laufzeit |
| Zinssatz | Variabel (marktabhängig) | Fest für gesamte Laufzeit |
| Zinsniveau | In der Regel etwas niedriger | In der Regel etwas höher |
| Laufzeit | Keine – flexibel | Fest: z. B. 1, 2, 3 oder 5 Jahre |
| Planungssicherheit | Gering (Zins kann sinken) | Hoch (Zins bleibt garantiert) |
| Einlagensicherung | Ja, bis 100.000 € pro Person und Bank | Ja, bis 100.000 € pro Person und Bank |
| Geeignet für | Notgroschen, kurzfristiges Sparen | Mittelfristiges Sparen mit Zielbetrag |
Definition: Was ist ein Tagesgeldkonto?
Ein Tagesgeldkonto ist ein Sparkonto ohne feste Laufzeit, das täglich verfügbar ist und mit einem
variablen Zinssatz verzinst wird. Es unterscheidet sich vom Girokonto dadurch, dass es
ausschließlich zum Sparen dient – nicht zum Zahlungsverkehr. Im Vergleich zum Festgeld bietet
es mehr Flexibilität, aber in der Regel etwas geringere Zinserträge.
Wie funktioniert ein Tagesgeldkonto?
Sie eröffnen ein Tagesgeldkonto bei einer Bank oder Direktbank und überweisen Geld dorthin. Das
Guthaben wird täglich mit dem aktuellen Zinssatz verzinst, die Zinsgutschrift erfolgt meist
monatlich oder jährlich. Da der Zinssatz variabel ist, kann er von der Bank jederzeit angepasst
werden – in der Regel in Abhängigkeit vom Leitzins der EZB.
- Keine feste Laufzeit: Einzahlung und Auszahlung sind jederzeit möglich.
- Variabler Zinssatz: Steigt der EZB-Leitzins, steigen oft auch die Tagesgeldkontozinsen – und
umgekehrt. - Kein Zahlungsverkehr: Überweisungen auf das Referenzkonto (meist Ihr Girokonto) sind
jederzeit möglich. - Einlagensicherung: Ihr Guthaben ist bis 100.000 Euro gesetzlich geschützt.
Tagesgeldkonto eröffnen: So gehen Sie vor
Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist in wenigen Schritten online möglich und dauert meist nur
wenige Minuten. Viele Direktbanken bieten besonders attraktive Kontozinsen an, da sie durch
niedrige Betriebskosten konkurrenzfähiger als Filialbanken agieren können.
- Angebote vergleichen: Zinssätze, Konditionen und Einlagensicherung verschiedener Anbieter
prüfen. - Online-Antrag ausfüllen: Persönliche Daten, Steuernummer und Referenzkonto angeben.
- Identität bestätigen: Per Video-Ident, Post-Ident oder Online-Banking-Verfahren.
- Referenzkonto verknüpfen: Ihr Girokonto wird als Ein- und Auszahlungskonto hinterlegt.
- Freistellungsauftrag einrichten: Bis zu 1.000 Euro Zinserträge pro Jahr steuerfrei stellen.
Tipp: Vergleichen Sie Tagesgeldkontozinsen regelmäßig – Unterschiede von einem
Prozentpunkt und mehr zwischen Anbietern sind keine Seltenheit. Bei einem Guthaben von
10.000 Euro entspricht das einem Mehrertrag von 100 Euro pro Jahr.
Praxisbeispiel: Tagesgeld im Vergleich
Angenommen, Sie legen 15.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von 2,5 % p. a. an. Nach einem Jahr erhalten Sie 375 Euro Zinsen (brutto). Nach Abzug der Abgeltungsteuer
(25 %) verbleiben rund 281 Euro Nettoertrag – vorausgesetzt, kein Freistellungsauftrag ist
eingerichtet. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben bis zu 1.000 Euro Zinserträge vollständig
steuerfrei.
Für wen eignet sich ein Tagesgeldkonto?
Ein Tagesgeldkonto ist besonders sinnvoll für:
- Den Aufbau oder die Verwaltung eines Notgroschens (Empfehlung: 2–3 Nettomonatsgehälter).
- Kurzfristiges Parken größerer Geldbeträge, etwa vor einer geplanten Ausgabe oder Investition.
- Personen, die ihr Geld flexibel verfügbar halten möchten und keine feste Laufzeit eingehen
wollen. - Ergänzung zu einem langfristigen Sparplan oder einer Kapitalanlage.
Zinsen auf dem Tagesgeldkonto und Steuern
Zinserträge aus dem Tagesgeldkonto sind steuerpflichtig und unterliegen der Abgeltungsteuer in
Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag. Der gesetzliche Sparerpauschbetrag beträgt 1.000
Euro pro Person (Stand: 2024). Er lässt sich über einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank geltend
machen und schützt Zinserträge bis zu diesem Betrag vor dem Steuerabzug.
FAQ – Häufige Fragen zum Tagesgeldkonto
Ein Tagesgeldkonto ist ein flexibles Sparkonto ohne feste Laufzeit. Das Guthaben ist täglich
verfügbar, wird mit einem variablen Zinssatz verzinst und ist durch die gesetzliche
Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt.
Beim Tagesgeldkonto ist Ihr Geld jederzeit verfügbar, der Zinssatz ist jedoch variabel. Beim
Festgeldkonto ist das Kapital für eine vereinbarte Laufzeit gebunden, dafür ist der Zinssatz für die
gesamte Laufzeit garantiert und meist etwas höher.
Die Zinsen auf Tagesgeldkonten variieren je nach Anbieter und aktuellem Marktniveau. Sie
orientieren sich maßgeblich am Leitzins der Europäischen Zentralbank. Vergleichsportale bieten
tagesaktuelle Übersichten der besten Angebote.
Ja. Einlagen auf Tagesgeldkonten sind durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000
Euro pro Person und Bank in der gesamten EU geschützt. Viele Banken bieten darüber hinaus
freiwilligen Zusatzschutz.
Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 Euro pro Person pro Jahr (2.000 Euro bei gemeinsam
veranlagten Ehepaaren). Zinserträge bis zu diesem Betrag sind steuerfrei, wenn ein
Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank eingerichtet wurde.
Ja, das ist möglich und kann sinnvoll sein – etwa um von verschiedenen Zinssätzen zu profitieren
oder die gesetzliche Einlagensicherung auf mehrere Banken zu verteilen.
Nächster Schritt: Vergleichen Sie aktuelle Tagesgeldkontozinsen verschiedener Anbieter und
prüfen Sie, ob bei Ihrer Bank ein Freistellungsauftrag für den Sparerpauschbetrag eingerichtet ist– so holen Sie das Maximum aus Ihren Zinserträgen heraus
